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Wörterbucheinträge

BillewillewillewilliwombombomSemantische Klasse PersonSemantische Klasse ZeitgeschichteSemantische Klasse AnekdoteSemantische Klasse Schimpfwort

  1. "hot Schäß am Bein!"; Spitzname zweier Brüder im mittleren Lebensalter, mit dem sie als etwas im Geiste gestörte Straßenpersönlichkeiten in den dreißiger Jahren (des 19. Jahrhunderts) in Kassel verfolgt wurden
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DalchenhennerSemantische Klasse ZeitgeschichteSemantische Klasse AnekdoteSemantische Klasse Person

  1. Spitzname für einen gewissen Gardedukorps (Kirchner) aus dem Anfang der vierziger Jahre (des 19. Jahrhunderts)
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FandanscheSemantische Klasse KleidungSemantische Klasse PersonSemantische Klasse Anekdote

  1. schlotteriges Frauenkleid mit ebensolchen Aermeln, das beim Tanzen nachflattert; (vielleicht von "Fandango", einem spanischen stürmischen Tanz; wahrscheinlicher noch von dem lang herunter hängenden, flatternden Putz der Maitresse Ludwigs XIV., Marie de Roussille, Herzogin von Fontanges
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KarrduschSemantische Klasse PersonSemantische Klasse ZeitgeschichteSemantische Klasse Anekdote

  1. rüder, starker Kerl, der gefährlich werden kann; von Louis Dominique Cartouche, 1721 in Paris hingerichtet; eine Art Schinderhannes
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LensenschmeckerSemantische Klasse PersonSemantische Klasse Anekdote

Hochdeutsch: Linsenschmecker
  1. Linsenschmecker: untergegangene Straßenpersönlichkeit, von der Straßenjugend verfolgt, ein Bauersmann mit Kötze, der einst überrascht worden war, als er sich in einer Familie die Linsen unerlaubt gut schmecken ließ
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LumbenmatzSemantische Klasse PersonSemantische Klasse Zeitgeschichte

  1. Seit Anfang der 1860er Jahre nicht mehr lebende Kasseler Straßenpersönlichkeit, von Metier ein Lumpensammler
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schesserenSemantische Klasse SchimpfwortSemantische Klasse AnekdoteSemantische Klasse Person

  1. (unpersönl. Verb.): "äs schessert mech" oder "Herr Siewert, mech schessert"
  2. "äs werd me schesserig" 1) und 2) drücken bald das Bedürfnis, zu Stuhle zu gehn, aus, bald eine Bespöttelung der Rede eines andern, mit der Hinzufügung: "Ach, Herr Siewert!"13

Anmerkung 13: schesseren: Der frühere cand. theol. Otto Siebert (1822-1899) war Inhaber einer Privatschule zur Vorbereitung auf das Gymnasium. Seine Schüler pflegten, wenn sie während des Unterrichts "mal hinaus" mußten, zu rufen: "Herr Siebert, Herr Siebert!" Mit der Zeit war der Ausruf "Herr Siewert, mech schessert" in Kassel sprichwörtlich geworden. Wilhelm Bennecke schreibt in seinem Buch "Das Hoftheater in Kassel" über den Komiker Friedrich Hesse: "Hesse hatte nur einmal etwas anderes gesagt, als in seiner Rolle stand, und das war 'Ach, Herr Siebert!' gewesen, ohne daß er die Bedeutung dieses Aufrufs kannte. Als darauf ein donnernder Applaus losbrach und auch der Kurfürst, der in den Kasseler Redensarten sehr auf dem laufenden war, lachte, wurde Hesse stutzig. Er erkundigte sich näher nach dem geflügelten Worte und verschwor von nun an jedes Extempore."

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SchlabbenradSemantische Klasse PersonSemantische Klasse Beruf

  1. (für: Schlabbenrat): für: Schuster Friedrich Schmidt, Wilhelmstraße 17Landkarte)
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SchlenkerbeinSemantische Klasse ZeitgeschichteSemantische Klasse PersonSemantische Klasse Anekdote

  1. "Anne Marthe Schlenkerbein kimmt de ganze Nacht nett heim" (eine Tochter der berüchtigten Kasseler Diebesfamilie Schebe aus den 1830er Jahren)
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Schorsche BodderweckeSemantische Klasse PersonSemantische Klasse Kasselsch

  1. "en klassisches Kasseläner Gedichte vumm Kobberschmidt Hartmann Herzog" (Graben 25LandkarteExterner Link)
  2. [Einige Gedichte, d.h. gereimte und scherzhafte von und an Schorsche Bodderwecke gerichtete Briefe, finden sich zum Beispiel in der folgenden Zusammenstellung: Hartmann Herzog: "In Freid un Leid un Ewwermut - Altes und Neues in Kasseler Mundart". Melsungen: Heimat-Schollen Verlag, 1934]
  3. Ein Auszug aus dem Brief "Der nu prei'sch kunfermierte Schorche Bodderwecke an sinn liewen Kunnerod" von 1875: "Minn liewer Kunnerod, Derwill ich Dä's versprochen hott, Well ich jetzunner Däh verzählen Mo Mänches vun den Nei'n und Bählen, Was hier in Cassel est bassirt, Sittdem mä preißisch kunfermiert..."
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VissemadendenSemantische Klasse AnekdoteSemantische Klasse ZeitgeschichteSemantische Klasse Person

Hochdeutsch: Vorwände Vorspiegelungen Fisimatenten
  1. auch: Vizemadenden: Vorwände, Vorspiegelungen (In der \'Gartenlaube\'Externer Link Jahrg. 1880, Nr. 37 hat die Schriftstellerin W. HeimburgExterner Link dieses Wort so gebraucht und "Fisematenten" geschrieben.) [In der Geschichte UnverstandenExterner Link]
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WibbermännchenSemantische Klasse GeldSemantische Klasse PersonSemantische Klasse Anekdote

  1. Wibbermännerchen: kurhessische 1- und 5-Talerscheine, herausgegeben unter [Karl Wilhelm] WippermannExterner Link, Exz.16 [Vgl. Kurhessen seit dem FreiheitskriegeExterner Link]

Anmerkung 16: Wibbermännchen: Der kurhessische Finanzminister Wilhelm Wippermann (1800-1857) hatte bei der wachsenden Finanznot des Landes zum erstenmal Papiergeld ausgegeben, das im Volksmund nach ihm benannt wurde.

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